AGMO-Intern

Das aktuelle AGMO-Intern (Nr. 2 / Mai 2016) kann hier heruntergeladen werden.

AGMO e.V. wünscht eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein frohes neues Jahr

Genießen Sie bei einem Spaziergang durch die herbstliche Landschaft die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres? Trotzen Sie den Stürmen, die derzeit nicht nur in Form heftiger Windböen über unser Land brausen? Oder bereiten Sie sich schon rechtzeitig auf das nahende Weihnachtsfest vor, welches für viele von uns oft plötzlich und viel zu schnell herbei kommt?

Wie dem auch sei. Mit Sicherheit werden wir am 25. Dezember einmal mehr Weihnachten feiern. Ganz so, wie es unsere familiären Traditionen gebieten und unsere jeweiligen Umstände erlauben.

Mit ebensolcher Sicherheit wird dies das letzte Weihnachtsrundschreiben sein, das wir an Sie als Spender und Unterstützer der AGMO e.V. versenden. Wir haben über das Notariat, welches unsere Arbeit schon seit vielen Jahren begleitet, dem Amtsgericht Bonn die Auflösung des Vereins angezeigt. Nun folgt noch eine einjährige Periode der organisatorischen Abwicklung, bevor schließlich die AGMO e.V. im Dezember 2017 aus dem Vereinsregister beim Amtsgericht der Stadt Bonn gelöscht werden wird.

Entgegen den Herausforderungen, denen wir uns im vergangenen Jahr gegenüber sahen, haben wir eine sehr gute Lösung gefunden, die sicherstellt, dass kein Cent des Vermögens der AGMO e.V., das am Ende noch vorhanden sein wird, verloren geht. Wir legen es vertrauensvoll in die Hände der Landsmannschaft Westpreußen. Das Geld wird unter deren Verantwortung Projekten wie der wissenschaftlichen Erschließung des Archivs der AGMO e.V. in der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne Projekten und solchen der deutschen Volksgruppe in der Republik Polen zufließen.

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Niemals geht man ganz! „Die AGMO e.V. ist die Stimme der Deutschen in Oberschlesien.“

Während der außerordentliche Mitgliederversammlung der AGMO e.V. am 10. September 2016 wurde die Auflösung unserer Gesellschaft beschlossen. Dieses Verfahren wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, in der wir Ihre Unterstützung weiterhin benötigen.

Der Vorstand der AGMO e.V., den zu führen ich fünfeinhalb Jahre die Ehre hatte, versichert, dass nach Abschluss des Auflösungsverfahrens noch vorhandene Spendengelder selbstverständlich gemäß unserer Satzung einer anderen Organisation im ostdeutschen Bereich zur Unterstützung von Projekten des Deutschen Freundschaftskreises (DFK), dies schließt das AGMO-Archiv in der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne ein, zugute kommen werden.

Wir befinden uns in der glücklichen Lage, mit Tilman Fischer nicht nur einen überaus engagierten stellvertretenden Vorsitzenden der AGMO e.V. in unseren Reihen zu wissen. Darüber hinaus ist er stellvertretender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Westpreußen. Dieses Vertrauensverhältnis gestattet es uns, dieser Landsmannschaft neben der zukünftigen Verantwortung für das AGMO-Archiv auch Kontaktdaten sowie ein eventuell vorhandenes Restvermögen zu übertragen. Die Spendengelder und entsprechenden Verteiler werden, vertraglich gesichert, dazu dienen, unser Archiv wissenschaftlich zu erschließen und DFK-Projekte weiterhin zu fördern.

Wir haben über anderthalb Jahre um eine Fusionslösung gerungen. Anlass dafür war die Erkenntnis, dass die Spendeneingänge zukünftig nicht mehr ausreichen würden, die Kosten der Projektarbeit trotz deutlicher Kostenreduzierung für die Geschäftsstelle zu decken. Viel Zeit und Mühe sind in dieses Projekt investiert worden. Leider mussten wir erkennen, dass diese Lösung nicht optimal umsetzbar gewesen wäre. Daher haben wir im Juli 2016 beschlossen, den Weg der Auflösung zu beschreiten.

Seitdem die Einladungen zur außerordentlichen Mitgliederversammlung verschickt wurden, erhielten wir zahlreiche Rückmeldungen unserer Mitglieder. Durchweg bedauerten die Absender das Ende unserer Menschenrechtsorganisation. Vor allem der Verlust, der für die deutsche Volksgruppe in der Republik Polen drohe, bewegte die Absender. Die AGMO e.V. ist sehr dankbar für den Zuspruch und so bedauerlich es sein mag, aus diesen Zusendungen schöpfen wir die Hoffnung, dass das Vermächtnis der durch Peter Oprzondek 1980 gegründeten Arbeitsgemeinschaft fortbestehen wird.

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Sicherung des AGMO-Archivs

Im September 2016 wird die AGMO e.V. ihre 36 Jahre währende Tätigkeit für die Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen, die nach 1945 in den Machtbereich der Volksrepublik/Republik Polen geraten sind, beenden.

Über die Gründe des Vorgangs wird die AGMO e.V. noch in einem September-Rundschreiben an die Mitglieder und Spender sowie auf ihrer  Internetseite ausführlich berichten.

In meinen Ausführungen will ich noch auf einen anderen wichtigen Aspekt unserer langen Tätigkeit hinweisen, nämlich auf die Problematik der Dokumentation und Archivierung der vielen Vorgänge, die bei einer solchen langen Tätigkeit allgemein entstehen.

Dabei gibt es viele Aspekte, auf die man sich bei der Archivierung konzentrieren könnte. Um es aber nicht ausufern zu lassen, haben wir uns bei dieser Dokumentation auf  den eigentlichen Grund der Entstehung der Organisation beschränkt: nämlich aufzuzeigen, daß in dem oben genannten territorialen Bereich auch nach der Vertreibung noch genug Deutsche lebten, die man von der Anzahl her als zusammenhängende deutsche Volksgruppe identifizieren und nach den international sowie europäisch bestehenden menschenrechtlichen Prinzipien hätte betreuen müssen.

Insbesondere deshalb, weil die Volksrepublik/Republik Polen unentwegt die Existenz der Deutschen (Minderheit) in ihrem politischen Bereich leugnete und die Bundesrepublik Deutschland nicht energisch genug dieser Leugnung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene laut widersprochen hat.

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Kontakt

AGMO e.V.
Kaiserstr. 113, 53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 / 636 859
Telefax: +49 (0)228 / 690 420

Kontakt

Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.