Mitteilungen

Bestätigung für Grundschule in Ratibor-Studen

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Der Präsident der Stadt Ratibor schrieb am 10.08.2010 an den DFK-Kreisverband Ratibor: „Ich bestätige, daß ab dem 1. September 2010 die Grundschule im Stadtteil Studen den Namen ‚Zweisprachige Grundschule Nr. 5 für die Deutsche Minder-heit in Ratibor Jan Brzechwa’ tragen wird.“
Die AGMO e.V. - Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbran-denburg, Pommern, Ost- und Westpreußen dankt allen Mitgliedern, Förderern und Politi-kern, die sich persönlich für die zweisprachige Grundschule in Ratibor-Studen eingesetzt haben. Das Zusammenwirken von Elternkomitee, DFK-Ortsgruppe und AGMO e.V. mit beharrlichen Protesten war erfolgreich und zeigt, daß die deutsche Volksgruppe mit gro-ßem Einsatz einiges erreichen kann und noch viel mehr erreichen könnte mit entspre-chender Unterstützung der politischen Führungsebene diesseits und jenseits von Oder und Neiße.

Fortsetzung von Samstagsschulen in Form von „Samstagskursen“

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Das 2009 gestartete Projekt „Deutsche Samstagsschulen“ wird ausgeweitet; allerdings wurde die Bezeichnung nun in „Samstagskurse“ geändert. Mit der neuen Förde-rung der „Samstagskurse“ für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren durch das Bundesminis-terium des Inneren erfolgt eine Abgrenzung gegenüber den bisher vom Auswärtigen Amt geförderten Samstagsschulen. Gefördert werden demnach bis zu 38 Samstagskurse, für die sich DFK-Gruppen bewerben konnten. Anmeldeschluß war am 11.08.2010 – erst an diesem Tag erschien der Aufruf auf der Internetseite der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen (SKGD) in Oppeln.

Samstagsschule des DFK Plawniowitz

So bleibt zu hoffen, daß das Angebot vom 16.07.2010 die DFK-Gemeindeverbände dennoch rechtzeitig erreicht hat. Zur Einrichtung der Sams-tagsschulen hatte sich die AGMO e.V. - Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen
vor einem Jahr (vgl. AGMO-Intern 5/2009) auch kritisch geäußert. Neben dem durchaus zu begrüßenden zusätzlichen Angebot, das der Förderung der deutschen Identität und Muttersprache dienen soll, wurde auf die Gefahr des Abrückens von deutschen Kindergär-ten und Grundschulen verwiesen, die alleine das erforderliche sprachliche Niveau einer Volksgruppe gewährleisten können. Nach einem Jahr stellt die AGMO e.V. fest, daß zwar die Ausweitung des Angebotes von 13 auf 38 Ortschaften im Bezirk Oppeln zu begrüßen ist, in der entscheidenden Frage der deutschen Bildungseinrichtungen aber keine Fort-schritte erzielt wurden. Eine zweisprachige Grundschule fehlt in Oppeln-Goslawitz weiter-hin.

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AGMO-Archiv: Der Fall Osmenda

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Mit Beginn ihrer Tätigkeit für die in der schlesischen Heimat verbliebenen Deutschen klärte die Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutsch-land in der Schlesischen Jugend (AGMO/SJ) die bundesdeutsche Öffentlichkeit seit An-fang der 1980er Jahre über die Rechtsverletzungen in der damaligen Volksrepublik Polen auf. Hierbei unterhielt sie Kontakte zu Deutschen in Oberschlesien, die sich im Untergrund bewegten und im Falle einer Aufklärung durch die polnischen Geheimdienste mit berufli-chen Nachteilen, Gefängnisstrafen und körperlicher Gewalt rechnen mußten. Aufgrund der Nichtanerkennung als Deutsche und jahrzehntelanger Unterdrückung stellten zahlrei-che Familien Ausreiseanträge, die wiederum zu Verfolgungen führten und zumeist negativ beschieden wurden.

Andreas Osmenda (2. v.l.) mit seinen Brüdern in Bonn

Geschichte einer deutschen Familie aus Oberschlesien

Andreas Osmenda aus der Region Kattowitz stellte für seine Familie zusammen mit sei-nem jüngeren Bruder Thomas (4. v.l.) von 1979 bis 1985 zehn Ausreiseanträge, die abge-lehnt wurden. Der jüngere Bruder lehnte die polnische Staatsangehörigkeit entschieden ab. Auf den neunten abgelehnten Antrag im April 1984 reagierten die Brüder mit einem Hungerstreik und einem an der Straßenfront des Wohnhauses befestigten Transparent.

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Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.