Mitteilungen

AGMO e.V. wünscht eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein frohes neues Jahr

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Genießen Sie bei einem Spaziergang durch die herbstliche Landschaft die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres? Trotzen Sie den Stürmen, die derzeit nicht nur in Form heftiger Windböen über unser Land brausen? Oder bereiten Sie sich schon rechtzeitig auf das nahende Weihnachtsfest vor, welches für viele von uns oft plötzlich und viel zu schnell herbei kommt?

Wie dem auch sei. Mit Sicherheit werden wir am 25. Dezember einmal mehr Weihnachten feiern. Ganz so, wie es unsere familiären Traditionen gebieten und unsere jeweiligen Umstände erlauben.

Mit ebensolcher Sicherheit wird dies das letzte Weihnachtsrundschreiben sein, das wir an Sie als Spender und Unterstützer der AGMO e.V. versenden. Wir haben über das Notariat, welches unsere Arbeit schon seit vielen Jahren begleitet, dem Amtsgericht Bonn die Auflösung des Vereins angezeigt. Nun folgt noch eine einjährige Periode der organisatorischen Abwicklung, bevor schließlich die AGMO e.V. im Dezember 2017 aus dem Vereinsregister beim Amtsgericht der Stadt Bonn gelöscht werden wird.

Entgegen den Herausforderungen, denen wir uns im vergangenen Jahr gegenüber sahen, haben wir eine sehr gute Lösung gefunden, die sicherstellt, dass kein Cent des Vermögens der AGMO e.V., das am Ende noch vorhanden sein wird, verloren geht. Wir legen es vertrauensvoll in die Hände der Landsmannschaft Westpreußen. Das Geld wird unter deren Verantwortung Projekten wie der wissenschaftlichen Erschließung des Archivs der AGMO e.V. in der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne Projekten und solchen der deutschen Volksgruppe in der Republik Polen zufließen.

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Niemals geht man ganz! „Die AGMO e.V. ist die Stimme der Deutschen in Oberschlesien.“

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Während der außerordentliche Mitgliederversammlung der AGMO e.V. am 10. September 2016 wurde die Auflösung unserer Gesellschaft beschlossen. Dieses Verfahren wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, in der wir Ihre Unterstützung weiterhin benötigen.

Der Vorstand der AGMO e.V., den zu führen ich fünfeinhalb Jahre die Ehre hatte, versichert, dass nach Abschluss des Auflösungsverfahrens noch vorhandene Spendengelder selbstverständlich gemäß unserer Satzung einer anderen Organisation im ostdeutschen Bereich zur Unterstützung von Projekten des Deutschen Freundschaftskreises (DFK), dies schließt das AGMO-Archiv in der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne ein, zugute kommen werden.

Wir befinden uns in der glücklichen Lage, mit Tilman Fischer nicht nur einen überaus engagierten stellvertretenden Vorsitzenden der AGMO e.V. in unseren Reihen zu wissen. Darüber hinaus ist er stellvertretender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Westpreußen. Dieses Vertrauensverhältnis gestattet es uns, dieser Landsmannschaft neben der zukünftigen Verantwortung für das AGMO-Archiv auch Kontaktdaten sowie ein eventuell vorhandenes Restvermögen zu übertragen. Die Spendengelder und entsprechenden Verteiler werden, vertraglich gesichert, dazu dienen, unser Archiv wissenschaftlich zu erschließen und DFK-Projekte weiterhin zu fördern.

Wir haben über anderthalb Jahre um eine Fusionslösung gerungen. Anlass dafür war die Erkenntnis, dass die Spendeneingänge zukünftig nicht mehr ausreichen würden, die Kosten der Projektarbeit trotz deutlicher Kostenreduzierung für die Geschäftsstelle zu decken. Viel Zeit und Mühe sind in dieses Projekt investiert worden. Leider mussten wir erkennen, dass diese Lösung nicht optimal umsetzbar gewesen wäre. Daher haben wir im Juli 2016 beschlossen, den Weg der Auflösung zu beschreiten.

Seitdem die Einladungen zur außerordentlichen Mitgliederversammlung verschickt wurden, erhielten wir zahlreiche Rückmeldungen unserer Mitglieder. Durchweg bedauerten die Absender das Ende unserer Menschenrechtsorganisation. Vor allem der Verlust, der für die deutsche Volksgruppe in der Republik Polen drohe, bewegte die Absender. Die AGMO e.V. ist sehr dankbar für den Zuspruch und so bedauerlich es sein mag, aus diesen Zusendungen schöpfen wir die Hoffnung, dass das Vermächtnis der durch Peter Oprzondek 1980 gegründeten Arbeitsgemeinschaft fortbestehen wird.

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Glaube an Veränderung der politischen Situation – Bundesbeauftragter Koschyk im Gespräch mit der AGMO e.V.

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In den 1980er Jahren Bundesvorsitzender der Schlesischen Jugend und ab 1987 BdV-Generalsekretär, wurde Hartmut Koschyk 1990 für die CSU in den Deutschen Bundestag gewählt. Dort - ebenso wie im Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland - setzte sich der Mitbegründer der AGMO e.V. für die Belange der deutschen Volksgruppen, besonders auch in der Republik Polen, ein. Seit 2014 bekleidet Hartmut Koschyk das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Im Interview mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der AGMO e.V., Tilman Fischer, zieht er Bilanz, blickt auf politische Erfolge der letzten Jahrzehnte zurück und spricht über die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.

Wie kam es, dass Sie schon sehr früh in Ihrer politischen Laufbahn begannen, sich für die Volksgruppenrechte der Deutschen in Polen einzusetzen?

Ich stamme aus einer oberschlesischen Familie und bin sehr früh durch meine Eltern an die Thematik der Heimatvertriebenen, aber auch durch noch in Schlesien verbliebene Angehörige an die Lage der nach 1945 in Schlesien und anderen Gebieten östlich von Oder und Neiße verbliebenen Deutschen herangeführt worden. Deshalb ist das immer ein Teil meiner Identität gewesen und deshalb habe ich mich von frühester Jugend an mit dieser Thematik beschäftigt.

Wie haben Sie damals die Lage der Deutschen in der Volksrepublik Polen erlebt?

Ich erlebte etwa, wie ein Cousin von mir aus der damaligen Volksrepublik über Jugoslawien in die Bundesrepublik geflohen ist. Mit der politischen Thematik bin ich dann als Bundesvorsitzender der Schlesischen Jugend und durch die zusammen mit Peter Oprzondek aktiv betriebene Gründung der AGMO als einer Bundesarbeitsgemeinschaft der Schlesischen Jugend immer tiefer vertraut geworden.

Die AGMO in der Schlesischen Jugend. 1980er Jahre in Berlin

Wie wurde es damals im politischen Raum wahrgenommen, dass Sie gerade diese Problematik auf die Agenda setzten?

Wir haben vor allem in dem Bundestagsabgeordneten Dr. Alois Mertes, 1982 bis 1985 Staatsminister im Auswärtigen Amt, einen engagierten Mitstreiter gehabt: Er war der erste ranghohe politische Vertreter, der auf eine Parlamentsanfrage hin deutlich gemacht hat, welche Zahl von Deutschen in der Volksrepublik Polen lebten. Das hat damals zu einer scharfen Reaktion der kommunistischen Propaganda in Polen geführt. Es hab aber auch sehr engagierte Abgeordnete der deutschen Bundestages – Helmut Sauer, Herbert Hupka, Herbert Czaja, Klaus Jäger – die für die Schlesische Jugend und die AGMO ein guter Partner gewesen sind. Wir haben damals als AGMO eine große Unterschriftensammlung gemacht für die Achtung der Rechte der deutschen Volksgruppe im seinerzeitig kommunistischen Polen: Über 20.000 Unterschriften übergaben wir im Mai1984 dem damaligen Staatsminister im Bundeskanzleramt, Friedrich Vogel. Vor allem die konsequent fallbezogene Arbeit, die fundierte Dokumentation von Einzelschicksalen, bei denen Deutsche die Repressionen im polnischen kommunistischen Staat erleiden mussten, hat immer stärker Beachtung gefunden. Das war seitens der AGMO wirklich das Novum im Einsatz für die Rechte der deutschen Volksgruppe in Polen.

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Kontakt

AGMO e.V.
Kaiserstr. 113, 53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 / 636 859
Telefax: +49 (0)228 / 690 420

Kontakt

Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.