Mitteilungen

Ein schöner Sonntag in Oberfranken

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AGMO-Vortrag im Rahmen des „Schlesischen Sommersingens 2015“

Man soll Gott für alles danken, besonders für einen solchen Sonntag in Oberfranken. Das "Schlesische Sommersingen" der Kreisgruppe Bayreuth der LM Schlesien war eine gelungene Veranstaltung. Rund 120 Gäste können nicht irren.

Als Prominenz waren die Bürgermeisterin der Stadt Bayreuth, Vertreter der der Freien Wähler und anderer lokaler Wahlvereinigung erschienen. Natürlich ließ es sich Hartmut Koschyk MdB nicht nehmen, seine landsmannschaftliche Kreisgruppe zu besuchen und in vielen persönlichen Gesprächen, die Schlesier Oberfrankens über seine Arbeit zu unterrichten. Die freundliche Aufnahme durch den Organisator des Nachmittags, den Vorsitzenden der Schlesier in Bayreuth, Hartmut Zurek, und die vielfachen Möglichkeiten mit schlesischen Landsleuten ins Gespräch zu kommen, trugen dazu bei, dass die AGMO-Vertreter sich im Balkonsaal der Stadthalle, dem Wohnzimmer Bayreuths“, schnell wie zuhause fühlten.

Der Vortrag des Vertreters der AGMO e.V. nahmen die Zuhörer mit Interesse und Wohlwollen auf. Dem Beifall zufolge war das Publikum im gut gefüllten Saal von dem Inhalt des Referats angetan. Hartmut Koschyk wandte sich später an unseren Referenten und betonte, die Präsentation hätte aus seiner Sicht auf anschauliche Weise viele wichtige Informationen über die Lage der Deutschen in Schlesien eingängig vermittelt.

Hartmut Zurek (Vors. der LM Schlesien in Bayreuth), Dr. Tobias Körfer (Vors. AGMO e.V.),
Hartmut Koschyk MdB, Aussiedler- und Minderheitenbeauftragter der Bundesregierung

Nach Ansicht von Hartmut Koschyk MdB zeigt derzeit besonders das breite Personaltableau an qualifizierten, deutschsprachigen Nachfolgern für den im Mai aus dem Amt scheidenden Vorsitzenden der deutschen Verbände im Bezirk Oppeln (SKGD), Norbert Rasch, dass sich hier in den letzten Jahren sehr viel zum Guten hin entwickelt habe.

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Oppelner Springprozession – zwei Schritte vor und drei zurück

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Einsicht in Warschau – Provokation in Oppeln

Im vom katholischen Glauben tief durchdrungenen Polen kennt man sich mit Prozessionen aus. So dürfte es vielleicht nicht sehr überraschen, dass sich offenbar eine alte Prozessionsform aus dem Raum der Eifel und der Ardennen ihren Weg Richtung Osten jenseits von Oder und Neiße gebahnt hat.

Der seit dem Mittelalter stattfindenden Echternacher Springprozession sagte man nach, dass die Pilger und Prozessionsteilnehmer sich unter anderem mit zwei Schritten vor und einem zurück auf ihr Ziel zubewegt haben sollen. Ob es diese Fortbewegungsform wirklich jemals gegeben hat und woher diese besondere Form der Prozession herrührt, ist nicht zweifelsfrei geklärt und wird vielleicht auch weiterhin im Dunkeln und ungeklärt bleiben.

„Echternacher Springprozession“ Bildquelle: wikipedia.de

Fragliche Ursprünge – hüben wie drüben

Die fraglichen Ursprünge scheinen die Übernahme dieser Prozessionsform durch die polnische Politik im Bezirk Oppeln nicht behindert zu haben. Im Dunkeln liegen auch zwischen Oder, Neiße und Weichsel die Entstehung und die Ursprünge vieler Entschlüsse und Entscheidungen. Doch das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Bewegte sich die Springprozession in dem Ardennenstädtchen zwar langsam, aber immer einen Schritt mehr nach vorne als zurück, drehen Teile der polnischen Politik dieses System um und legen beim Prozessieren eine noch eigenwilligere Schrittfolge zugrunde. In Oppeln agiert man mit zwei Schritten nach vorn und dreien zurück.

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Partnerschaftspolitische Tagung der Landsmannschaft Westpreußen

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Die Verwerfungen des Zweiten Weltkrieges haben zu Brüchen in unzähligen Familiengeschichten geführt: Millionen Deutsche wurden aus Osteuropa – so auch aus Westpreußen – vertrieben. In ihrer Heimat wurden aus Ostpolen vertriebene Polen zwangsangesiedelt. Einige Deutsche und Kaschuben blieben in Westpreußen – und fanden sich im neuentstandenen Polen einer neuen Mehrheitsbevölkerung gegenüber. Diese Ereignisse haben die Erlebnisgeneration geprägt und prägen ihre Nachkommen bis heute. Die Kriegskinder und Kriegsenkel diesseits und jenseits der Oder erforschen heute gemeinsam die Geschichte des Landes, in dem ihre Vorfahren schon Jahrhunderte lebten bzw. in das ihre Familien nach dem Weltkrieg kamen. Das macht Europa für alle neuen und alten ‚Westpreußen‘ zu einer Familiensache – einem Projekt, für das sie sich aus der Geschichte ihrer Familie heraus einsetzen und das sie zu einer neuen ‚europäischen Familie‘ macht. Zudem haben sich Flucht, Vertreibung und Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte so im kollektiven Gedächtnis der Deutschen und Polen verankert. Was all dies konkret bedeutet, soll die Partnerschaftspolitische Tagung der Landsmannschaft Westpreußen 2015 ausloten. Sie findet vom ersten bis dritten Mai im Stephansstift Hannover statt.

Dabei geht es dem Veranstalter darum, ein breites Spektrum an Interessenten anzusprechen und zusammenzubringen – also sowohl Menschen, die bereits seit Längerem partnerschaftspolitisch aktiv sind, als auch solche, die ein grundsätzliches kulturgeschichtliches und europapolitisches Interesse haben. Neben Information und Diskussion sind es weitere zentrale Vorhaben, Multiplikatoren in Deutschland und Polen zu gewinnen, zu unterstützen und nicht zuletzt zu vernetzen. Hiermit ist der Veranstalter bestrebt, die konzeptionelle Arbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen – was sich mit der Hoffnung verbindet, den Kontakt mit den wiederholt und neuerlich beteiligten Partnern auch zukünftig fortzusetzen und vertiefen zu können.

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Kontakt

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Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.