Mitteilungen

Gute Voraussetzungen – Mit Hartmut Koschyk im Gespräch

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Am 29. Januar 2015 trafen im Berliner Paul-Löbe-Haus der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedler und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, der Vorsitzende der „AGMO e.V. – Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen“, Dr. Tobias Körfer, sowie sein Stellvertreter Tilman Asmus Fischer zusammen, um bisherige Ergebnisse und Aussichten der deutsch-polnischen Rundtischgespräche zu erörtern.

Hartmut Koschyk dankte zunächst dafür, daß sich die 1980 gegründete AGMO e.V., deren Entstehen er selbst begleitet habe, für die in der Republik Polen verbliebenen Deutschen einsetzt und hierbei insbesondere für das Bewahren bzw. das Wiederbeleben der deutschen Muttersprache und Identität im Einklang mit den nationalen polnischen sowie internationalen Minderheitenschutzklauseln stark macht.

H. Koschyk MdB mit AGMO-Vorstand T. Körfer und T. Fischer
(Foto: Bundestagsbüro H. Koschyk)

Bundesbeauftragter Koschyk erörterte mit seinen Gästen intensiv die Lage des deutschsprachigen Unterrichtsangebots für die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in der Republik Polen. Er berichtete hierzu über seine Besuche in verschiedenen Schulen bei seiner Reise nach Oberschlesien im Mai 2014. Hartmut Koschyk versicherte den AGMO-Vertretern, daß für die Bundesregierung der Aufbau eines deutschsprachigen Bildungssystems für die Angehörigen der deutschen Minderheit ein Kernanliegen sei und sie dieses im Rahmen der Rundtischgespräche „Bilanz und Perspektiven des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages von 1991 – Förderung der deutschen Minderheit in Polen und der polnisch-stämmigen Einwohner Deutschlands“ zwischen beiden Ländern nachdrücklich vertreten werde.

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Ankündigung und Einladung - 20. Schlesienseminar auf Schloß Groß Stein / Oberschlesien

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Anfang dieser Woche ging der AGMO e.V. die Ankündigung zum diesjährigen Schlesienseminar zu. Sie finden das Schreiben und die Anmeldedokumente am Ende dieser Meldung.

Abschlußrunde des 19. Schlesienseminars 2014

Beschäftige sich das letztjährige Schlesienseminar, im Rahmen dessen die AGMO e.V. mit einem eigenen Vortrag vertreten war (http://www.agmo.de/aktuelles/mitteilungen/278-vortrag-der-agmo-ev-auf-dem-19-schlesienseminar) mit dem Bildungswesen für nationale und kulturelle Minderheiten und Volksgruppen in der Republik Polen, so weist die bevorstehende Veranstaltung historische und gesellschaftspolitische Züge auf.

Nunmehr sucht das „Haus für deutsch-polnische Zusammenarbeit“ (HdpZ) Wissenschaftler, welche zu dem Thema „Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft – Modelle zur Geschichtsbewälti-gung im östlichen Mitteleuropa seit 1989“ einen Vortrag halten könnten und bittet diese um die Einsendung eines ausgefüllten Formulars und einer Kurzfassung ihres möglichen Referats.

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Über ein Vierteljahrhundert…

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Ursula Lamla gibt Amt als Vorsitzende des DFK-Kreisverband Ratibor auf

Eine der erfahrensten und engagiertesten Persönlichkeiten des Bezirksverbandes des Deutschen Freundschaftskreises (DFK) in Schlesien hat sich von einem Teil ihrer Aufgaben getrennt.

Ursula Lamla ist der AGMO e.V. seit den Anfängen des DFK in und um Ratibor herum bestens bekannt. Sie hat in der Zeit der politischen Wende 1989/90 gemeinsam mit Ihrem Mann die Strukturen vor Ort wesentlich mit aufgebaut. Den Eichendorff-Chor mit seinen hunderten Auftritten im In- und Ausland hätte es ohne sie wohl kaum gegeben. Aber auch die Ortgruppe des DFK Ratibor-Studen dürfte es manches Mal ohne den beherzten Einsatz Frau Lamlas sehr schwer gehabt haben, so lange, so erfolgreich im Sinne der deutschen Kultur in Oberschlesien zu wirken.

Eichendorff-Chor aus Ratibor-Studen

Unvergessen ist ihr großer persönlicher Einsatz bei der Einrichtung und dem jahrelang umkämpften Erhalt der „Zweisprachigen Grundschule Nr. 5 der deutschen Minderheit in Ratibor-Studen“. Im Wissen um die große Bedeutung eines frühestmöglichen, intensiven Erlernens der Muttersprache, kämpfte Sie gemeinsam mit dem Vorstand ihrer DFK-Gruppe und den Eltern der Studener Grundschüler über viele Jahre hinweg gegen die oftmals schikanösen Maßnahmen der gegnerisch eingestellten polnischen Bildungsbehörden im Bezirk Schlesien und besonders gegen eine Stadtverwaltung in Ratibor, die bis vor einiger Zeit nahezu jegliches Verständnis für die Bedeutung der Rechte anerkannter nationaler Minderheiten, wie der deutschen Volksgruppe in Oberschlesien, vermissen ließ.

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Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.