Mitteilungen

Andrzej Duda – Präsident aller Staatsbürger?

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Die Republik Polen und die deutsche Volksgruppe nach den Wahlen 2015

Die Bürger der Republik Polen haben gewählt – und die europäischen Beobachter überrascht: Entgegen der allgemeinen Annahmen haben sie den nationalkonservativen  Andrzej Duda (Recht und Gerechtigkeit / Prawo i Sprawiedliwość – PiS) zum Staatspräsidenten gewählt. Damit endet die Zeit von Bronisław Komorowski im ersten Amt des Staates. Was mag dieser Umschwung für die deutsche Volksgruppe in der Republik Polen bedeuten? Zunächst einmal wird es dabei darauf ankommen, wie sich die Beziehungen zwischen der polnischen und der deutschen Staatsführung gestalten.

Neugewählter Präsident der Republik Polen, Andrzej Duda

Der polnische Soziologe Prof. Dr. hab. Janusz A. Majcherek stellt in einer ersten Analyse der politischen Lage nach der Wahl (Polen nach den Präsidentenwahlen 2015, in: Polen-Analysen Nr. 164) Prognosen unter anderem auch zum deutsch-polnischen Verhältnis auf:

„Mit Sicherheit ist eine größere Distanz des Staatspräsidenten gegenüber Deutschland und der Europäischen Union zu erwarten, da der neue Amtsinhaber eine europaskeptische und nationalzentrierte Haltung repräsentiert.“ Eine solche Entwicklung wäre insofern tragisch, als gerade in letzter Zeit die bundesdeutsche Politik deutlicher als zuvor Ansprüche und Bedürfnisse der deutschen Volksgruppe in der Republik Polen artikuliert hat – so den Bedarf an deutschsprachigen Bildungseinrichtungen, den der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten als solchen benannte. Daher wird es eine Herausforderung für die Vertreter der Bundesrepublik sein, einen Gesprächsmodus zu finden, in dem auch solche Fragen angesprochen werden, die gerade im rechten Lager der polnischen Politik ‚heiße Eisen‘ darstellen.

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Deutsche Fußballschulen in Oberschlesien – Eine Idee breitet sich aus

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Sie erinnern sich noch an den deutschen Sommer in Brasilien? Als unsere Nationalmannschaft nach 24jähriger Abstinenz das vierte Mal die begehrteste Trophäe des Weltfußballs nach Deutschland holte? Sie haben noch die Begeisterungsstürme in Erinnerung, die Bilder von der triumphalen Rückkehr „unserer Jungs“?

Diese Welle schwappte bis nach Oberschlesien. Schon in der letzten Ausgabe berichtete „AGMO-Intern“ über eine interessante Initiative aus der Mitte der deutschen Volksgruppe. Eine Idee, deren Ursprung die Ortsgruppen des DFK sind und in deren Verantwortungsbereich auch  Betrieb und Lehrinhalte liegen. Das sind zwei gewichtige Gründe, weswegen man vor Ort an der Basis der Deutschen zu Recht stolz auf das bisher Erreichte sein kann.

Fußballschule des DFK Chronstau mit bundesdeutscher
Konsulin Sabine Haake (Oppeln) und Helmut Nowak MdB (1.v.r.)

Die AGMO e.V. - Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen hat zwischenzeitlich weitere Auskünfte zu diesem vielversprechenden Projekt einholen können. Die erste in Chronstau eröffnete, vom DFK Chronstau gegründete „deutsche Fußballschule“ trägt den Namen Miroslav Kloses, der zugleich auch bereit war, die Patenschaft über dieses Projekt zu übernehmen. Auch die künftig zu errichtenden deutschen Fußballschulen werden aus der Mitte der Ortsgruppen des DFK heraus entstehen, so Christoph Warzecha vom DFK Chronstau.

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Weichen für die Zukunft der „Neuen AGMO e.V.“ wurden gestellt

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Mitgliederversammlung 2015 mit wichtigem Beschluss erfolgreich

Die Mitgliederversammlung 2015 der AGMO e.V. – Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen hat sich mit wichtigen und entscheidenden Fragen zur Zukunft der AGMO e.V. befasst. Zudem haben wir beschlossen mit der Landsmannschaft Schlesien noch enger zusammenzuwirken. Wir halten gute Beziehungen zu denjenigen landsmannschaftlichen Gruppierungen, die sich ebenso wie wir konsequent, aufrichtig und uneigennützig für die deutsche Volksgruppe in ihren jeweiligen Heimatgebieten einsetzen für unabdingbar.

Konzept der „Neuen AGMO e.V.“ vorgestellt

In der Begründung zu Neuerungen der Arbeit stellte der Vorsitzende der AGMO e.V., Dr. Tobias Körfer, die konzeptionelle Neuausrichtung vor. Mit der „Neuen AGMO e.V.“ rückt die politische Arbeit und die Verbreitung von Informationen über diese Arbeit und Entwicklungen im Umfeld der deutschen Volksgruppe noch stärker als bisher in den Mittelpunkt der Tätigkeit der AGMO e.V.

Politische Analyse – Grundlage erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit

Die Analyse politischer Entscheidungen, die die deutschen Volksgruppe in der Republik Polen betreffen – seien es solche der Regierungen in Berlin und Warschau oder Berichte des Europarats zur Anwendung verschiedener europäischer Schutzmechanismen für Volksgruppen in der Republik Polen – werden uns in Zukunft vermehrt beschäftigen. Damit wird der Erfolg der Arbeit der AGMO e.V. jedoch nicht weniger als bisher von der Unterstützung durch Mitglieder, Freunde und Förderer abhängen. Den notwendigen Druck, um, da wo es angebracht ist, politische Entscheidungen zügig zu treffen, Problembewusstsein bei Entscheidungsträgern zu wecken und Fortschritte im Sinne unserer Landsleute östlich von Oder und Neiße herbeizuführen, den wird es nur mit IHRER Hilfe geben können.

AGMO e.V. Mitgliederversammlung 2015, v.l.n.r.: Dipl.-Ing. P. Oprzondek (Ehrenvorsitzender),
Prof. Dr. Dr. h.c. R. Ebeling (Schatzmeister) und T. Fischer (stellvertr. Vorsitzender)

Wie schon am 1. September 2014 werden auch am 1. September 2015 mit dem Beginn des neuen Schuljahres in der Republik Polen mehrere tausend deutsche Kinder in rein polnische Vor- und Grundschulen eintreten. Denn die vom „Verband der deutschen Gesellschaften in Polen“ (VdG) und von der AGMO e.V. energisch geforderten „echten deutschen Vor- und Grundschulen“ sind noch nicht eingerichtet worden. Die Bundesregierung hat sich zu ihnen bekannt. Die polnische Regierung hat diese, im Widerspruch zu verschiedenen Abkommen des Europarats, noch nicht geschaffen.

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AGMO e.V.
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Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.