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Löcknitz – Vorreiter und Mahnung für die polnische Minderheitenpolitik

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Am 12. August 2010 berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über Löcknitz, einen „Ort der Einwanderung“. Der westlich von Stettin im von Landflucht betroffenen Mecklenburg-Vorpommern liegende Ort erfuhr in letzter Zeit durch sich ansiedelnde polnische Familien eine Verjüngung. In diesem Zusammenhang verweist der Autor auf die „Europaschule Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz“, an der seit 1999 deutsch-polnische Abiturzeugnisse vergeben werden. Es scheint sich um ein erfolgreiches Vorzeigeprojekt zu handeln, das zudem der Völkerverständigung gute Dienste erweist – eine freiwillige Initiative der politisch Verantwortlichen mit europäischem Geist. Freiwillig vor allem, da Polen in der Bundesrepublik Deutschland keinen Minderheitenstatus genießen.

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Bestätigung für Grundschule in Ratibor-Studen

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Der Präsident der Stadt Ratibor schrieb am 10.08.2010 an den DFK-Kreisverband Ratibor: „Ich bestätige, daß ab dem 1. September 2010 die Grundschule im Stadtteil Studen den Namen ‚Zweisprachige Grundschule Nr. 5 für die Deutsche Minder-heit in Ratibor Jan Brzechwa’ tragen wird.“
Die AGMO e.V. - Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen dankt allen Mitgliedern, Förderern und Politikern, die sich persönlich für die zweisprachige Grundschule in Ratibor-Studen eingesetzt haben. Das Zusammenwirken von Elternkomitee, DFK-Ortsgruppe und AGMO e.V. mit beharrlichen Protesten war erfolgreich und zeigt, daß die deutsche Volksgruppe mit großem Einsatz einiges erreichen kann und noch viel mehr erreichen könnte mit entsprechender Unterstützung der politischen Führungsebene diesseits und jenseits von Oder und Neiße.

Fortsetzung von Samstagsschulen in Form von „Samstagskursen“

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Das 2009 gestartete Projekt „Deutsche Samstagsschulen“ wird ausgeweitet; allerdings wurde die Bezeichnung nun in „Samstagskurse“ geändert. Mit der neuen Förderung der „Samstagskurse“ für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren durch das Bundesministerium des Inneren erfolgt eine Abgrenzung gegenüber den bisher vom Auswärtigen Amt geförderten Samstagsschulen. Gefördert werden demnach bis zu 38 Samstagskurse, für die sich DFK-Gruppen bewerben konnten. Anmeldeschluß war am 11.08.2010 – erst an diesem Tag erschien der Aufruf auf der Internetseite der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen (SKGD) in Oppeln.

Samstagsschule des DFK Plawniowitz

So bleibt zu hoffen, daß das Angebot vom 16.07.2010 die DFK-Gemeindeverbände dennoch rechtzeitig erreicht hat. Zur Einrichtung der Samstagsschulen hatte sich die AGMO e.V. - Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen
vor einem Jahr (vgl. AGMO-Intern 5/2009) auch kritisch geäußert. Neben dem durchaus zu begrüßenden zusätzlichen Angebot, das der Förderung der deutschen Identität und Muttersprache dienen soll, wurde auf die Gefahr des Abrückens von deutschen Kindergärten und Grundschulen verwiesen, die alleine das erforderliche sprachliche Niveau einer Volksgruppe gewährleisten können. Nach einem Jahr stellt die AGMO e.V. fest, daß zwar die Ausweitung des Angebotes von 13 auf 38 Ortschaften im Bezirk Oppeln zu begrüßen ist, in der entscheidenden Frage der deutschen Bildungseinrichtungen aber keine Fortschritte erzielt wurden. Eine zweisprachige Grundschule fehlt in Oppeln-Goslawitz weiterhin.

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Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.