Mitteilungen

AGMO-Archiv: Der Fall Osmenda

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Mit Beginn ihrer Tätigkeit für die in der schlesischen Heimat verbliebenen Deutschen klärte die Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutsch-land in der Schlesischen Jugend (AGMO/SJ) die bundesdeutsche Öffentlichkeit seit An-fang der 1980er Jahre über die Rechtsverletzungen in der damaligen Volksrepublik Polen auf. Hierbei unterhielt sie Kontakte zu Deutschen in Oberschlesien, die sich im Untergrund bewegten und im Falle einer Aufklärung durch die polnischen Geheimdienste mit berufli-chen Nachteilen, Gefängnisstrafen und körperlicher Gewalt rechnen mußten. Aufgrund der Nichtanerkennung als Deutsche und jahrzehntelanger Unterdrückung stellten zahlrei-che Familien Ausreiseanträge, die wiederum zu Verfolgungen führten und zumeist negativ beschieden wurden.

Andreas Osmenda (2. v.l.) mit seinen Brüdern in Bonn

Geschichte einer deutschen Familie aus Oberschlesien

Andreas Osmenda aus der Region Kattowitz stellte für seine Familie zusammen mit sei-nem jüngeren Bruder Thomas (4. v.l.) von 1979 bis 1985 zehn Ausreiseanträge, die abge-lehnt wurden. Der jüngere Bruder lehnte die polnische Staatsangehörigkeit entschieden ab. Auf den neunten abgelehnten Antrag im April 1984 reagierten die Brüder mit einem Hungerstreik und einem an der Straßenfront des Wohnhauses befestigten Transparent.

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Eichendorff-Verein setzt Tätigkeit fort

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Nachdem der Begründer und langjährige Vorsitzende des Eichendorff-Vereins in Lubowitz, Leonhard Wochnik, im Januar 2010 verstorben war, (vgl. Nachruf in AGMO-Intern 2/2010) nahm die AGMO e.V. - Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen Kontakt zur Familie Wochnik in Lubowitz auf hinsichtlich der Fortführung des Eichendorff-Vereins. Josef Pater als stellvertretender Vorsitzender und Norbert Ficon als Schatzmeister sowie die Ehefrau und der Sohn des Verstorbenen versicherten der AGMO e.V., daß der Eichendorff-Verein seine Tätigkeit fortsetzen werde und baten um weitere Zusammenarbeit sowie Förderung der Vereinstätigkeit.

Gedenktafel für Leonhard Wochnik

Als erstes Vorhaben wurde die Anbringung einer Gedenktafel für Leonhard Wochnik beschlossen. Er widmete sein Leben der deutschen Kultur und dem Erbe des schlesischen Dichters Joseph von Eichendorff. Als Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Eichendorff-Kultur- und Begegnungszentrums sowie als Gründer und langjährigen Vorsitzenden des Eichendorff-Vereins kannte die AGMO e.V. Leonhard Wochnik seit vielen Jahren und förderte regelmäßig die Tätigkeit seines Vereins, u.a. bei der Renovierung der Eichendorffmühle in Bresnitz (Eichendorffmühl). Deshalb war es für die AGMO e.V. ebenso eine Herzensangelegenheit, dem Förderantrag „seines“ Vereins zu folgen und den Verstorbenen mit einer Gedenktafel an seiner Wirkungsstätte zu würdigen. Die feierliche Enthüllung der Gedenktafel fand am 27.04.2010 im Beisein des Bürgermeisters von Rudnik und von Pfarrer Dr. Heinrich Rzega aus Lubowitz statt. Die AGMO e.V. ist bereit, den Eichendorff-Verein, der auch in der Bundesrepublik zahlreiche Mitglieder hat, weiterhin zu fördern. Bei Spenden wird der Hinweis „Eichendorff-Verein“ erbeten.

Frühlingssingen des DFK Plawniowitz

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In Zusammenarbeit mit dem Grundschul- und Kindergartenverband in Plawniowitz veranstaltete der DFK Plawniowitz im Juni 2010 bereits zum sechsten Mal ein Frühlingssingen, an dem über einhundert Kinder teilnahmen. Bei diesem Wettbewerb stellten mehrere Kindergruppen ihre Deutschkenntnisse singend unter Beweis. Es macht den Kindern große Freude, immer neue deutsche Lieder kennenzulernen. Durch den Gesang verbessern sie auch ihre Aussprache.

Fröhliche Kinder beim Frühlingssingen in deutscher Sprache

Die Kinder lernen, viele neue Wörter und Wendungen aus den Liedern im täglichen Sprachgebrauch zu nutzen. Die Vorsitzende des DFK Plawniowitz, Evelin Klaka, beschrieb die Fortschritte: „Die Lehrer beobachten, wie schnell sich die Kinder schwierige Texte mit Hilfe von Musik und Bewegung aneignen können.

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Kontakt

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Kontakt

Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.