Mitteilungen

AGMO e.V. zum Jahreswechsel

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Die AGMO e.V. - Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen hat im Jahr 2010 wieder zahlreiche Projekte der deutschen Vereinigungen in der Republik Polen, insbesondere Ortsgruppen, die in Oberschlesien unter dem Namen DFK (Deutscher Freundschaftskreis) bekannt sind, unterstützt. Hierbei hat sich die Gewichtung etwas verschoben. Zwar wurden weiterhin vorrangig Projekte zur Förderung der deutschen Sprache bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter gefördert, darunter Deutschwettbewerbe.

Neu gegründete DFK-Juniorgruppe des DFK Groß Rauden

Hinzu kamen aber mehrere Anfragen zur Unterstützung von Denkmalprojekten, die leider nicht alle wie in Oppeln-Goslawitz positiv beschieden werden konnten, sowie die Förderung von Medien (Radiomagazin Mittendrin, Zeitung „Oberschlesische Stimme“ und eine Filmdokumentation von Josef Cyrus über DFK-Personen der ersten Stunde). Hierbei hat sich insbesondere die Unterstützung der Oberschlesischen Stimme mit der Redakteurin Monika Masarczyk als besonders gelungen erwiesen. Die Zeitung berichtet ausschließlich in deutscher Sprache. Zum Inhalt gehören auch die von der AGMO e.V. geförderten Projekte. Somit werden auch die von den Mitgliedern und Förderern erbrachten Spendenleistungen dargestellt. Die Zeitung hat es aber nicht bei der Berichterstattung belassen, sondern weitere Initiativen zur Belebung der deutschen Sprache im Jugendbereich ergriffen und begleitet.

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AGMO-Archiv: „Der Schlesier“

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Am 24. September 2010 nahmen zahlreiche Schlesier, Verwandte und Freunde, in Recklinghausen Abschied vom Herausgeber und Chefredakteur der Wochenzeitung „Der Schlesier“, Hans-Jochim Ilgner, der am 16.09.2010 im Alter von 77 Jahren verstorben war.

Der Schlesier 26. März 1982

Erste AGMO-Presseberichte in „Der Schlesier“

Die AGMO e.V. - Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen behält den Herausgeber in dankbarer Erinnerung, da er zu Anfang beim Einsatz für die in der Heimat verbliebenen Landsleute der damaligen „AGMO“ ein Forum für ihre Menschenrechtsarbeit einräumte.Dies ist umso höher einzuschätzen, als die Anliegen der jungen schlesischen Menschenrechtsaktivisten, initiiert von Peter Oprzondek, von höchster landsmannschaftlicher Stelle zurückgewiesen worden waren. In „Der Schlesier“ erschien ab 26. März 1982 regelmäßig eine Seite „Unsere Seite für die Jugend mit den Mitteilungen der Schlesischen Jugend“. Peter Oprzondek stellte in der Ausgabe vom 30. April 1982 die Arbeitsgemeinschaft „Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland“ als deren Vorsitzender und Beisitzer im Bundesvorstand der Schlesischen Jugend vor. Die Aufgabe der AGMO beschrieb er wie folgt: „Auf der theoretischen Grundlage der vom Bund der Vertriebenen herausgegebenen Dokumentation ‚Verletzung von Menschenrechten’ soll die Arbeitsgemeinschaft Einzelfälle von Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland aufgreifen, betreuen und in der Öffentlichkeit bekanntmachen. Man will hierbei die Erfahrungen und Erfolge anderer Menschenrechtsorganisationen zum Vorbild nehmen. Die Schlesische Jugend erachtet die Einrichtung dieser Arbeitsgemeinschaft deshalb als dringend notwendig, da die bestehenden Menschenrechtsorganisationen in ihrer Arbeit den ostdeutschen Bereich gänzlich ausklammern. (…).“

Polnische Volkszählung 2011

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Für das Jahr 2011 wurde eine Volkszählung in der Republik Polen angekündigt. Zuletzt hatte es am 20. Mai 2002 eine umfassende Befragung gegeben. Deren Ergebnisse waren insbesondere von den Minderheiten stark angezweifelt worden. Sie haben bis heute Auswirkungen auf das später verfaßte polnische Minderheitengesetz vom 6. Januar 2005. Stichtag der Befragung soll der 31. März 2011 sein. Die Befragung soll vom 1. April bis 30. Juni 2011 durchgeführt werden. Die offiziellen Fragen sind noch nicht festgelegt worden. Von mehreren Minderheiten in der Republik Polen wurden Beschwerden vorgetragen. Für die deutsche Volksgruppe hatte Norbert Rasch, Vorsitzender der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen in Oppeln, im Mai 2010 beim Statistischen Hauptamt in Warschau seine Bedenken vorgetragen. Widerspruch gibt es hinsichtlich der Fragen zu Staatsbürgerschaft und Nationalität sowie deren Auswertung. Unklar ist auch die Frage nach der zu Hause gesprochenen Sprache und der Muttersprache, die ggf. nur stichprobenartig ausgewertet werden soll. Die Vertreter der deutschen Volksgruppe sind aufgerufen, rechtzeitig über die Volkszählung zu informieren. Hilfreich wären die Erstellung eines Musterfragebogens mit Hinweis auf die richtigen Antworten zu den maßgeblichen Fragen sowie eine Schulung über die DFK-Kreisverbände bis hin zu den DFK-Ortsgruppen und deren Mitgliedern.

Kontakt

AGMO e.V.
Kaiserstr. 113, 53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 / 636 859
Telefax: +49 (0)228 / 690 420

Kontakt

Die gemeinnützige Gesellschaft wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Menschenrechtsverletzungen in Ostdeutschland (AGMO) gegründet.
Die AGMO e.V. wurde im Jahre 1990 in das Vereinsregister eingetragen.